Wärme und Spannung verstehen und üben

Lern-Agent · Technologie und Angewandte Mathematik. Längenänderung durch Wärme und die Spannung, die entsteht, wenn sich ein Bauteil nicht ausdehnen kann.

1 · Verstellen und beobachten

Aluminium dehnt sich fast doppelt so stark aus wie Stahl. Verhindert eine feste Einspannung die Dehnung, entsteht eine Spannung. Sie ist höchstens σ = E · α · ΔT; bei nachgiebigen Anschlüssen ist sie kleiner. Skizziert ist die Längenänderung stark überhöht.

2 · Herleitung in drei Schritten

  1. Jedes Längenelement dehnt sich proportional zu seiner Länge und zur Temperaturänderung: Δl = α · l₀ · ΔT.
  2. Wird die Dehnung ε = Δl / l₀ = α · ΔT verhindert, muss die Einspannung das Bauteil um genau diese Dehnung zurückstauchen.
  3. Im elastischen Bereich gilt σ = E · ε, also σ = E · α · ΔT. Ist das Ergebnis größer als die Streckgrenze, würde das Bauteil fließen (oder knicken); in der Praxis plant man Dehnfugen.

Die Werkstoffkennwerte sind Richtwerte und sollten für den konkreten Werkstoff geprüft werden. Knicken, Beulen und Anschlusskräfte sind nicht erfasst.

3 · Übung

Werkzeug aus dem Strang Metalltechnik des Autors (Thomas Schüller), Fassung 1.12 vom 13.10.2026, Lizenz MIT. Für die Lernplattform angepasst: Skripte ausgelagert, keine Änderung an Rechenkern und Daten. Rechenhilfe, kein Nachweis. Alle Werkzeuge dieses Moduls